Interkantonales Hornusserfest Stalden-Dorf

Sonntag, 14. August 2016 (1./2. Stärkeklasse)

Bei stahlblauem Himmel und leicht wechselnden Windverhältnissen absolvierten die Mannschaften der ersten und zweiten Stärkeklasse ihren Wettkampf. Wie bereits am Samstag führten die nicht ganz einfachen Sichtverhältnisse zu vielen Nummern.

 

In der 1. Stärkeklasse war bereits nach dem Anhornussen klar, dass die beiden Favoriten Wäseli A und Bern-Beundenfeld A wohl den Sieg unter sich ausmachen werden. Der frisch gebackene Schweizermeister führte die Rangliste mit 29 Punkten Vorsprung auf die Stadtberner an. Alle anderen Mannschaften lagen 65 und mehr Punkte hinter den Führenden. Bei den Einzelschlägern führte Matthias Sieber von Wäseli A mit 43 Punkten, gefolgt von 6 Spielern mit 42 Zählern. Nach der Mittagspause legte Wäseli stark los und legte 710 Punkten vor. Beundenfeld vermochte diese Leistung nicht zu bringen und stand mit 326 und 342 zu Buche, womit der Rückstand auf 71 Punkte angewachsen war. Von Hinten drohte zwar keine Gefahr, nach vorne war aber der Umzug – vorbehältlich einer Nummer – auch gelaufen. Im Kampf um Rang 3 konnte Recherswil-Kriegstetten seine gute Position vom Mittag halten. Wäseli beendete den Wettkampf souverän mit 350 und 344 Punkten und distanzierte mit dem Total von 2083 die gesamte Konkurrenz um 150 Punkte und mehr. Beundenfeld seinerseits liess trotz einem mässigen letzten Umgang auch nichts mehr anbrennen und durfte das zweite Horn in Empfang nehmen. Den dritten Podestplatz sicherte sich Recherswil-Kriegstetten.

 

Bei den Einzelschlägern lieferten sich der am Mittag führende Matthias Sieber von Wäseli und Martin Stettler aus Richigen einen spanenden Kampf. Nach dem ersten Umgang am Nachmittag lag Stettler, welcher sich zwei 24er schreiben lassen konnte, mit 90 Punkten zwei Punkte vor Sieber. Sieber legte im letzten Umgang 20, 21 vor und Stettler hätte somit noch 39 Punkte für den Sieg gebraucht. Die Nerven hielten nicht und der letzte Nouss landete bei Punkt 14. Somit gewann Matthias Sieber mit 129 Punkten vor Martin Stettler mit 126 und Thomas Widmer aus Wäseli mit ebenfalls 126 Punkten. Bester Nachwuchshornusser wurde Matthias Baumann aus Wichtrach.

 

In der zweiten Stärkeklasse blieben im Anhornussen nur drei Mannschaften ohne Nummer. Angeführt wurde das Trio  von Lüsslingen-Nennigkofen, nur einen Punkte vor Etzelkofen A und 23 Punkte vor Trimstein A. Bei den Einzelschlägern waren vier Spieler mit je 39 Punkten an der Ranglistenspitze, es bahnte sich also eine spannende Ausmarchung an.

Lüssligen-Nennigkofen fasste im Ausstich zwei Nummern, wodurch der Weg für das zweitplatzierte Etzelkofen frei war. Die Etzelkofer zeigten eine konstante Leistung, behielten das Ries sauber und konnten sich mit 22 Punkten Vorsprung als Sieger ausrufen lassen. Auf dem zweiten Rang klassierte sich Trimmstein A, welches als zweite Mannschaft das Ries sauber halten und so das begehrte Trinkhorn in Empfang nehmen durfte. Im dritten Rang klassierte sich Oeschenbach-Kleindietwil A, welches am Mittag noch auf Rang 5 gelegen war.




Bei den Einzelschlägern konnte sich mit Martin Spahr aus Bramberg nur einer auf dem Podest behaupten, welcher am Mittag auf der Zwischenrangliste stand. Er belegte mit 111 Punkte den zweiten Rang, 11 Punkte hinter dem souveränen Sieger Thomas Pauli von Lyss B. Dritter wurde Daniel Liechti von Zäziwil A, bester Nachwuchshornusser wurde Elias Krebs von Recherswil-Kriegstetten B mit 105 Punkten.

 

Während des Ausstichs ereignete sich im Ries 1 noch ein erwähnenswerter Vorfall. Der Nouss eines Spielers von Bern-Beundenfeld berührte die Schussblende und schoss zügig Richtung Ries. Sofort kam die Meldung an die abtuende Manschaft „dä chunnt de“, wodurch diese gewarnt und somit trotz umgefallener Schussblende entsprechend aufmerksam war. Trotz sicherlich grosser Konkurrenz und wichtigem Wettkampf haben die Berner damit bewiesen, dass unter Hornussern Fairness und Sportsgeist grossgeschrieben wird. Bravo!