Sonntag 21. August, 3. + 4. Stärkeklasse

 

Im Vergleich zum Vortag war das Wetter besser. Die Wolkendecke lockerte sich im Verlauf des Tages auf und war am Abend ganz verschwunden.

In der dritten Stärkenklasse startete Wiler mit 421 Punkten am besten. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Grünenmatt-Brandis betrug 18 Punkte. Weitere drei Punkte dahinter klassierte sich Busswil bei Heimiswil, gefolgt von Ilfis (396), Thalgraben (394) und Sumiswald (386). Schon bald nach Wiederbeginn fiel bei Ilfis eine 9 unabgetan zu Boden. Damit war der Gewinn eines Trinkhorns nicht mehr möglich. Wiler zeigte auch am Nachmittag eine gute Leistung und gewann mit 1284 Punkten. Da sowohl Thalgraben (1240), als auch Röthenbach i.E. B (1211) im Ausstich eine sehr gute Schlagleistung zeigten, konnten sie sich auf den zweiten beziehungsweise dritten Schlussrang vorschieben. Das vierte Horn konnte sich Busswil bei Heimiswil mit 1194 Punkten ergattern.

Bei den Einzelschlägern führte am Mittag Michael Küng, Heimiswil-Dorf, vor Daniel Marti, Ilfis. Beide schlugen 38 Punkte. Schliesslich gewann Jürg Schwarzwald, Wiler, mit 109 Punkten. Er war am Mittag mit 36 Punkten nur knapp hinter den Führenden. Auf Rang zwei platzierte sich Emanuel Küng, Sumiswald (107) knapp vor Kevin Horisberger, Ilfis (106), beide hatten am Vormittag 37 Punkte geschlagen. Bester Nachwuchshornusser wurde Thomas Leuenberger, Röthenbach i.E. mit 89 Punkten.

 

In der vierten Stärkeklasse führte Rüdtligen-Alchenflüh B mit 394 Punkten mit sieben Zählern vor Steinen bei Signau B. Mit etwas Abstand folgte Gerlafingen-Zielebach C, Reutenen B, Heimisbach und Zauggenried-Kernenried B. Rüdtligen-Alchenflüh B musste sich direkt nach Wiederbeginn eine Nummer schreiben lassen und fiel so trotz der Besten Schlagleistung (1158) aus den Hornrängen heraus. Nur fünf Mannschaften kamen bis am Abend ohne Nummer durch. Gewonnen hat Steinen bei Signau B (1081) vor Reutenen B (1014), Zäziwil B (900) und Dürrenroth B (877). Ebenfalls ohne Nummer aber ohne Horn blieb Zauggenried-Kernenried B (874) auf Rang 5.

Die Einzelschläger wurden am Mittag angeführt von Matthias Hofer, Rüegsau-Affoltern B mit 38 Punkten. Am Ende setzte sich Philipp Asprion, Gerlafingen-Zielebach C, 103 Punkte, mit dem längeren Streich vor Martin Muster, Ersigen B durch. Auf Rang drei folgte Thomas Zwahlen, Hasle bei Burgdorf B (100) und bester Nachwuchshornusser wurde Jonas Stalder, Rüderswil C, mit 84 Punkten.

 

 

Samstag, 20. August, 1. + 2. Stärkeklasse


Wegen des schlechten Wetters wurde zuerst die Mittagspause aufgehoben und schliesslich der Wettkampf nach 4 Ries abgebrochen. Mit den schlechten Bedingungen kamen Wasen-Lugenbach A in der ersten und Gerlafingen-Zielebach B in der zweiten Stärkeklasse am besten zurecht.

Die Wetterprognosen für Samstag liessen es bereits im Vorfeld erahnen und tatsächlich meinte es dann Petrus nicht gut mit den Hornussern - er liess es immer wieder regnen. Das schlechte Wetter veranlasste den Obmann zuerst die Mittagspause zu streichen und auf einen Ausstich zu verzichten – und letztendlich den Wettkampf nach 4 Ries ganz abzubrechen. Sicherlich in Anbetracht der stetig schlechter werdenden Bedingungen rund um die Bockstände und die schlechten Wetterprognosen für den Nachmittag, ein vernünftiger und nachvollziehbarer Entscheid.

In der ersten Stärkeklasse rechnete man mit einem Dreikampf der drei NLA Klubs aus Gerlafingen-Zielebach, Wasen-Lugenbach und Biglen-Arni. Wasen-Lugenbach A wurde dieser Favoritenrolle gerecht und durfte sich mit 1214 Punkten und 27 Punkten Vorsprung auf die Unteremmentaler aus Gelafingen-Zielebach A als Festsieger ausrufen lassen. Biglen-Arni A hingegen konnte sein Potenzial nicht abrufen und musste sich am Schluss mit dem siebten Rang begnügen. Hinter den beiden Erstplatzierten konnten sich die Männer von Rüderswil A gut auf die schlechten Bedingungen einstellen und eroberten den dritten Hornrang. Sicherlich nach dem Aufstieg in die NLA ein weiterer Höhepunkt für die Rüderswiler. Um das vierte der begehrten Trinkhörner wurde es dann ganz spannend, lagen doch am Schluss zwischen Rang 4 und Rang 7 nur ganze acht Schlagpunkte. Die Mannschaft von Heimiswil Berg A konnte letztendlich das beste Ende für sich verbuchen und sich das vierte Trinkhorn an die Fahne hängen.

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Bei den Einzelschlägern setzte sich mit Simon Leuenberger von Schüpbach A einer der grossen Favoriten souverän durch. Er gewann diese Konkurrenz mit 87 Punkten, vor Roland Bernhard von Gerlafingen-Zielebach (84 Punkte) und Stefen Jost von Biglen-Arni A (83 Punkte). Bester Nachwuchshornusser wurde Fabrice Liechti von Zäziwil A mit 57 Punkten.



In der zweiten Stärkeklasse galten die B-Mannschaften der drei oben erwähnten Gesellschaften ebenfalls als Mitfavoriten. Mit Gerlafingen-Zielebach B konnte eine der drei dieser Rolle gerecht werden und siegte mit 1079 Punkten souverän. Sicherlich ein grosser Erfolg dieser Gesellschaft, welche sich an diesem Spieltag gleich zwei Trinkhörner an die Fahne binden lassen konnte. Ersigen A folgte auf dem zweiten Rang mit 37 Punkten Rückstand auf den Sieger. Gleich hinter den Ersigern machten es die Männer von Biglen-Arni B besser als ihre A-Mannschaft und belegten den dritten Hornrang. Auch hier war die Ausmarchung um das letzte Horn spannend und letztendlich gaben 5 Punkte mehr den Ausschlag zu Gunsten von Bigenthal-Walkringen A, welches sich mit 992 Punkten das letzte Horn sicherte.

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Die Einzelschlägerkonkurrenz entschied mit Peter Berchtold aus Alchenstorf ebenfalls einer der ganz grossen Favoriten für sich. Er wiederholte damit seinen Sieg vom letzten Emmentalischen Fest in Schüpbach und konnte sich 83 Punkten notieren lassen. Zwei Punkte dahinter folgte Patrick Iff aus Utzenstorf (81 Punkte), welcher seinerseits fünf Punkte vor Matthias Hauert von Ersigen A (76 Punkte) lag. Bester Nachwuchshornusser wurde Sandro Burkhalter von Gerlafingen-Zielebach A (58 Punkte).

Wenn Hornussen nicht nur Leistung erfordert, sondern auch Freude und Spass macht!

 

Dieses schöne Gefühl erlebt man beim jährlichen Veteranentag, welcher im Rahmen des Emmentalischen Hornusserfestes durchgeführt wird; so geschehen am Freitag, 19. August 2016 bei der HG Stalden-Dorf.

Schon beim Eintreffen der „alten“ Garde spürt man, dass da nicht Gegner, sondern Kameraden zusammen treffen, welche ihre sportliche Leidenschaft gemeinsam geniessen wollen. Es ist auch der Moment von Begegnungen, Wiedersehen und Austausch schöner Erinnerungen.

In zwei Kategorien, Jahrgang 1946 und älter sowie Jahrgang 1947 und jünger wird gestartet. Diese Unterescheidung birgt schon ein gewisses Element eines sportlichen Wettkampfes in sich. Wer wird die einzelne Kategorie gewinnen? Es werden bereits im Vorfeld – oft hinter vorgehaltener Hand – Namen genannt und sinniert, wer am Schluss Recht bekommen wird. Dazu: oft kommt es anders als man denkt!

 

Kategorie Jahrgang 1946 und älter von links Ryser Fritz, HG Busswil, 2. Rang; Wyss Hermann, HG Heimiswil-Berg, 1. Rang; Walther Fritz, HG Mützlenberg-Nesselgraben, 3. Rang; Haldemann Michael, HG Thun, 4. Rang     Katergorie Jahrgang 1947 und jünger von links Stalder Rudolf, HG Aefligen, 2. Rang; Aeschbacher Alfred, HG Grünenmatt-Brandis, 1. Rang; Hulliger Fritz, HG Steingrube-Zimmerberg, 3. Rang; Zaugg Hans-Ulrich, HG Thun, 4. Rang     von links: Bendicht Wegmüller, Wägi Bänz, Veteranenobmann EMHV; Christian Rüegsegger, Präsident EMHV

 

Total spielten 271 Veteranen auf acht Spielfeldern, welche natürlich bereits im Rahmen der Hornusserfeste 2016 bereitgestellt sind. Auch für die älteren Generationen gelten die offiziellen Reglemente, es gibt also keinen „Altersbonus“. Der Spielbetrieb war geprägt von Spannung, gegenseitiger Aufmunterung und Ermutigung, Freude bei gutem gelingen und Zuspruch wenn es nicht nach Wunsch lief.

Ein weiterer Höhepunkt des Veteranentages ist die jeweilige Ehrung der 80-jährigen und älteren Kameraden. Dies geschieht im Rahmen einer würdigen und respektvollen Nennung jedes einzelnen anwesenden Hornussers. Dieses Jahr konnten 26 Veteranen geehrt werden, wobei 13 noch aktiv am Wettkampf teilnahmen, drei davon durften sogar die Auszeichnung entgegennehmen.

Unter der aufmerksamen und souveränen Führung des Veteranenobmanns, Bendicht Wegmüller, oder wie ihn die Hornusser liebevoll nennen „Wägi Bänz“, verlief der Veteranentag im wahrsten Sinne in Zufriedenheit, Genugtuung, Freude und Dankbarkeit. Die Veteranen des EMHV können sich keinen besseren, korrekten und integren Obmann vorstellen.

Ein besonderer Dank geht auch an die Hornussergesellschaft Stalden-Dorf für die vorzügliche Organisation, die zweckmässige Infrastruktur und die vorzügliche Bewirtung.


  1. Bild: Kategorie Jahrgang 1946 und älter von links: Ryser Fritz, HG Busswil, 2. Rang; Wyss Hermann, HG Heimiswil-Berg, 1. Rang; Walther Fritz, HG Mützlenberg-Nesselgraben, 3. Rang; Haldemann Michael, HG Thun, 4. Rang
  2. Bild: Katergorie Jahrgang 1947 und jünger von links: Stalder Rudolf, HG Aefligen, 2. Rang; Aeschbacher Alfred, HG Grünenmatt-Brandis, 1. Rang; Hulliger Fritz, HG Steingrube-Zimmerberg, 3. Rang; Zaugg Hans-Ulrich, HG Thun, 4. Rang
  3. Bild: von links: Bendicht Wegmüller, Wägi Bänz, Veteranenobmann EMHV; Christian Rüegsegger, Präsident EMHV

 

 

In Konolfingen und Huttwil finden dieses Wochenende die Zwecksverbandsfeste der beiden Verbände Emmental und Oberaargau statt. Dabei haben die Organisatoren unter anderem einen riesen Platzbedarf. Für die 20 Ries geeignete Felder zu finden ist eine grosse Herausforderung. Dazu kommen je rund 1500 Hornusser an die Feste. Auch für die Festwirtschaft braucht es darum eine gute Planung.

 

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Interkantonales Hornusserfest Stalden-Dorf

Sonntag, 14. August 2016 (1./2. Stärkeklasse)

Bei stahlblauem Himmel und leicht wechselnden Windverhältnissen absolvierten die Mannschaften der ersten und zweiten Stärkeklasse ihren Wettkampf. Wie bereits am Samstag führten die nicht ganz einfachen Sichtverhältnisse zu vielen Nummern.

 

In der 1. Stärkeklasse war bereits nach dem Anhornussen klar, dass die beiden Favoriten Wäseli A und Bern-Beundenfeld A wohl den Sieg unter sich ausmachen werden. Der frisch gebackene Schweizermeister führte die Rangliste mit 29 Punkten Vorsprung auf die Stadtberner an. Alle anderen Mannschaften lagen 65 und mehr Punkte hinter den Führenden. Bei den Einzelschlägern führte Matthias Sieber von Wäseli A mit 43 Punkten, gefolgt von 6 Spielern mit 42 Zählern. Nach der Mittagspause legte Wäseli stark los und legte 710 Punkten vor. Beundenfeld vermochte diese Leistung nicht zu bringen und stand mit 326 und 342 zu Buche, womit der Rückstand auf 71 Punkte angewachsen war. Von Hinten drohte zwar keine Gefahr, nach vorne war aber der Umzug – vorbehältlich einer Nummer – auch gelaufen. Im Kampf um Rang 3 konnte Recherswil-Kriegstetten seine gute Position vom Mittag halten. Wäseli beendete den Wettkampf souverän mit 350 und 344 Punkten und distanzierte mit dem Total von 2083 die gesamte Konkurrenz um 150 Punkte und mehr. Beundenfeld seinerseits liess trotz einem mässigen letzten Umgang auch nichts mehr anbrennen und durfte das zweite Horn in Empfang nehmen. Den dritten Podestplatz sicherte sich Recherswil-Kriegstetten.

 

Bei den Einzelschlägern lieferten sich der am Mittag führende Matthias Sieber von Wäseli und Martin Stettler aus Richigen einen spanenden Kampf. Nach dem ersten Umgang am Nachmittag lag Stettler, welcher sich zwei 24er schreiben lassen konnte, mit 90 Punkten zwei Punkte vor Sieber. Sieber legte im letzten Umgang 20, 21 vor und Stettler hätte somit noch 39 Punkte für den Sieg gebraucht. Die Nerven hielten nicht und der letzte Nouss landete bei Punkt 14. Somit gewann Matthias Sieber mit 129 Punkten vor Martin Stettler mit 126 und Thomas Widmer aus Wäseli mit ebenfalls 126 Punkten. Bester Nachwuchshornusser wurde Matthias Baumann aus Wichtrach.

 

In der zweiten Stärkeklasse blieben im Anhornussen nur drei Mannschaften ohne Nummer. Angeführt wurde das Trio  von Lüsslingen-Nennigkofen, nur einen Punkte vor Etzelkofen A und 23 Punkte vor Trimstein A. Bei den Einzelschlägern waren vier Spieler mit je 39 Punkten an der Ranglistenspitze, es bahnte sich also eine spannende Ausmarchung an.

Lüssligen-Nennigkofen fasste im Ausstich zwei Nummern, wodurch der Weg für das zweitplatzierte Etzelkofen frei war. Die Etzelkofer zeigten eine konstante Leistung, behielten das Ries sauber und konnten sich mit 22 Punkten Vorsprung als Sieger ausrufen lassen. Auf dem zweiten Rang klassierte sich Trimmstein A, welches als zweite Mannschaft das Ries sauber halten und so das begehrte Trinkhorn in Empfang nehmen durfte. Im dritten Rang klassierte sich Oeschenbach-Kleindietwil A, welches am Mittag noch auf Rang 5 gelegen war.




Bei den Einzelschlägern konnte sich mit Martin Spahr aus Bramberg nur einer auf dem Podest behaupten, welcher am Mittag auf der Zwischenrangliste stand. Er belegte mit 111 Punkte den zweiten Rang, 11 Punkte hinter dem souveränen Sieger Thomas Pauli von Lyss B. Dritter wurde Daniel Liechti von Zäziwil A, bester Nachwuchshornusser wurde Elias Krebs von Recherswil-Kriegstetten B mit 105 Punkten.

 

Während des Ausstichs ereignete sich im Ries 1 noch ein erwähnenswerter Vorfall. Der Nouss eines Spielers von Bern-Beundenfeld berührte die Schussblende und schoss zügig Richtung Ries. Sofort kam die Meldung an die abtuende Manschaft „dä chunnt de“, wodurch diese gewarnt und somit trotz umgefallener Schussblende entsprechend aufmerksam war. Trotz sicherlich grosser Konkurrenz und wichtigem Wettkampf haben die Berner damit bewiesen, dass unter Hornussern Fairness und Sportsgeist grossgeschrieben wird. Bravo!